VortagSonntag 20 MaiFolgetag

Die aber bei mir waren, sahen zwar das Licht und wurden von Furcht erfüllt, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht. Ich sprach aber: Was soll ich tun, Herr? Der Herr aber sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus, und dort wird dir von allem gesagt werden, was dir zu tun verordnet ist. Als ich aber vor der Herrlichkeit jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von denen, die bei mir waren, an der Hand geleitet und kam nach Damaskus.
Apostelgeschichte 22,9-11

Gedanken zur Apostelgeschichte
Das gewaltige Ereignis, das zur Umkehr von Saulus führte, geschah vor Zeugen. Wenn wir den Wortlaut dieser Stelle mit den Berichten in den Kapiteln 9 und 26 vergleichen, ergibt sich folgendes Bild: Auch die Begleiter von Saulus fielen zu Boden. Auch sie sahen das Licht, nicht aber den verherrlichten Herrn. Und sie nahmen zwar ein Geräusch wahr, aber konnten keine Worte verstehen. Saulus hingegen sah den Herrn und hörte seine Worte. - Weil er Christus in der Herrlichkeit des Himmels erblickt hat, ist die Botschaft, die er verkündigt, davon geprägt. Sie ist "das Evangelium der Herrlichkeit des Christus" (Kap. 9,3-7; 26,14.16; Johannes 12,28.29; 2. Korinther 4,4).
Saulus, der Verfolger der Christen, kapituliert vor dem Herrn der Herrlichkeit. Mit einem Schlag ist er von der Wahrheit überführt. Er erkennt Jesus als seinen Herrn an. Ja, er übergibt Ihm die Führung seines Leben und fragt: "Was soll ich tun, Herr?" - Diese Bereitschaft zum Gehorsam ist immer ein deutliches Kennzeichen dafür, dass ein Mensch neues Leben, das Leben aus Gott, empfangen hat.
Das Licht am Himmel leuchtet heller als die Mittagssonne (Kap. 26,13). Geblendet von diesem Glanz, kann Paulus nicht mehr sehen. Und anstatt die Christen aus Damaskus gebunden nach Jerusalem zu führen, muss er nun selbst an der Hand nach Damaskus geführt werden.

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